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Der KI-Frühling 2026: Innovationen entdecken, Prozesse und Branchen optimieren
Einleitung
Vom 2. bis 30. März 2026 lädt das Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau gemeinsam mit dem KI-Hub Sachsen-Thüringen zum 6. KI-Frühling ein. Montags, mittwochs und freitags, jeweils von 10:00 bis 11:30 Uhr, erwarten KMU und Start-ups praxisnahe Einblicke in KI-Trends, Tools und Umsetzung – kostenfrei und anbieterneutral. Wir haben mit dem Leiter des Ilmenauer Zentrums, Dr. Mauricio Matthesius und den Organisatoren, Netzwerkmanagerin Vanessa Walter und KI-Trainer Dr. Sebastian Gerth, gesprochen und gefragt:
Was macht den KI-Frühling seit 6 Jahren so besonders und warum ist er für Unternehmen gerade jetzt so relevant?
Der KI-Frühling 2026 steht vor der Tür – mit bereits rund 1.800 Anmeldungen. Herr Dr. Matthesius, woran liegt Ihrer Meinung nach dieses enorme Interesse?
Dr. Mauricio Matthesius: „Das zeigt vor allem eines: Der Mittelstand sucht Orientierung. KI ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern etwas, das Unternehmen im Alltag erreicht – in Prozessen, in Kundenschnittstellen, in der gesamten Wertschöpfung. Und unser Anspruch im Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau ist, diesen Einstieg verständlich, praxisnah und niedrigschwellig zu gestalten. Die große Nachfrage bestätigt uns, dass wir damit genau richtig liegen.“
Sie sprechen von Orientierung – ein Thema, das im letzten Jahr immer wieder adressiert wurde. Herr Dr. Gerth, welche Fragen und Unsicherheiten begegnen Ihnen als KI-Trainer aktuell am häufigsten?
Dr. Sebastian Gerth: „Viele Unternehmen fragen ganz pragmatisch: ‚Wo fange ich an?‘ Und direkt danach: ‚Was darf ich eigentlich – gerade im Kontext der KI-Verordnung?‘ Wichtig ist: Der KI-Frühling ist keine Qualifizierung im Sinne des Artikels 4 der KI-VO: Wir stellen z.B. keine Zertifikate aus oder folgen vordefinierten Qualifizierungspfaden. Vielmehr dient der KI-Frühling einer ersten Orientierung bei der Vielzahl an KI-Themen. Wir erklären beispielsweise, was regulatorisch auf Unternehmen zukommt, wie man Tools sinnvoll auswählt und wie man KI so einsetzt, dass sie echte Vorteile im eigenen Unternehmen schafft. Das Spektrum reicht von Cybersicherheit über Marketing-Tools bis hin zur Erstellung von eigenen KI-Agenten.“
Welche Themen stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt?
Dr. Sebastian Gerth: „Drei thematische Klammern prägen das Programm:
Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI, Sicherheit und Regulierung für einen souveränen Umgang mit KI,
Optimierung von Geschäftsprozessen mittels KI und
Praxisbeispiele: Branchen- und geschäftsspezifische Anwendung von KI“
Dr. Mauricio Matthesius: „Dabei geht es auch um konkrete Effekte: Energie- und Kosteneffizienz, Wertschöpfung im Betrieb, Fachkräftegewinnung – immer hands-on.“
Das Programm ist breit aufgestellt, aber wirkt dennoch sehr fokussiert. Wie gelingt diese Balance?
Vanessa Walter: „Der KI-Frühling ist Teamarbeit. Neben dem KI-Hub Sachsen-Thüringen unterstützen uns u. a. die Mittelstand-Digital Zentren Berlin, Chemnitz, Darmstadt, Handel, Handwerk, Kaiserslautern und Saarbrücken. Darüber hinaus arbeiten wir mit Kooperationspartnern und Multiplikatoren aus Wirtschaft, Forschung und Verbänden zusammen, wie z.B. der Transferstelle Cybersicherheit Mittelstand. Diese Vernetzung macht die Reihe so vielfältig!
Wir starten früh in die Abstimmung, holen Praxisbeispiele, Referent:innen und Themenwünsche ein und schaffen daraus eine Reihe, die Einsteiger genauso abholt wie Fortgeschrittene.“
Wie findet ihr eigentlich heraus, welche Themen die Unternehmen sich wünschen – und wie fließt dieses Feedback in die Planung ein?
Vanessa Walter: „Nach jeder Veranstaltung geben wir Feedbackbögen aus. Dort können die Teilnehmenden eintragen, welche Themen sie spannend finden oder was wir verbessern könnten. Diese Rückmeldungen schauen wir uns im Team genau an – viele Programmpunkte entstehen direkt daraus. Wir versuchen, immer möglichst viel Feedback der Unternehmen im Folgejahr umzusetzen.“
Daraus ergab sich ja auch eine Änderung bei der Anmeldung, oder?
Vanessa Walter: „Genau. Viele hatten sich im letzten Jahr gewünscht, dass die Anmeldung einfacher wird. Deshalb gibt es 2026 zum ersten Mal eine zentrale Registrierung. Dadurch können die Teilnehmenden flexibel auswählen, ob sie einzelne, mehrere oder alle Termine besuchen wollen. Das macht es für alle deutlich unkomplizierter.“
Herr Dr. Matthesius, Sie haben vorhin die Relevanz für den Mittelstand betont. Was bedeutet Ihnen persönlich der KI-Frühling?
Dr. Mauricio Matthesius: „Mir gefällt, dass er das Thema KI greifbar macht. Die Teilnehmenden kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen – und genau dafür ist der KI-Frühling da: komplexe Themen verständlich machen, praxisnahe Beispiele zeigen, Hemmschwellen abbauen.
Eine Geschäftsführerin hat einmal gesagt: ‚Jetzt weiß ich endlich, was wir wirklich brauchen – und was nicht.‘ Solches Feedback zeigt, warum dieser KI-Monat so wichtig ist.“
Frau Walter, Sie begleiten den KI-Frühling seit der ersten Stunde. Was macht die Reihe für Sie persönlich besonders?
Vanessa Walter: „Es ist tatsächlich seit vielen Jahren mein Herzensprojekt. Ich liebe es, wie aus vielen Ideen und Partnern ein gemeinsames Format entsteht, das jedes Jahr ein Stück wächst. Und ich mag die Energie im Chat, die Fragen, die Diskussionen.
Wenn Teilnehmende sagen, dass sie sich durch die Reihe sicherer fühlen oder neue Ansätze ausprobieren wollen – genau deshalb machen wir das.“
Zum Abschluss: Ihr gemeinsamer Rat an Unternehmen, die im März dabei sein wollen oder noch überlegen?
Dr. Sebastian Gerth: „Fangen Sie mit einem überschaubaren Thema an, das Sie wirklich weiterbringt – nicht mit dem Größten oder Kompliziertesten.“
Vanessa Walter: „Nutzen Sie die Chance, sich mit den anderen Teilnehmenden zu vernetzen. Genau daraus entstehen oft die besten Impulse.“
Dr. Mauricio Matthesius: „Bringen Sie Ihre Fragen mit – wir freuen uns auf den Austausch und spannende Diskussionen.“
Die Interviewpartner
Dr. Mauricio Matthesius, Leiter des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau
Vanessa Walter, Netzwerkmanagerin des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau und Organisatorin des KI-Frühlings
Dr. Sebastian Gerth, KI-Trainer des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau und Organisator des KI-Frühlings
Infokasten
Auf einen Blick
Was?
Der 6. KI‑Frühling 2026: eine praxisorientierte Veranstaltungsreihe mit Fokus auf Umsetzung, Orientierung und Vernetzung im Kontext Künstlicher Intelligenz.
Wann?
02.03.–30.03.2026, jeweils Mo/Mi/Fr, 10:00–11:30 Uhr (online)
Gastgeber:
Mittelstand‑Digital Zentrum Ilmenau & KI‑Hub Sachsen‑Thüringen
Unterstützung aus dem Mittelstand-Digital Netzwerk:
Inhaltliche Unterstützung u. a. durch die Mittelstand‑Digital Zentren Berlin, Chemnitz, Darmstadt, Handel, Handwerk, Kaiserslautern, Saarbrücken und die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand